Christoph Borbach

Christoph Borbach ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg Locating Media an der Universität Siegen. In seinem Dissertationsprojekt „Zeitkanäle|Kanalzeiten. Eine Mediengeschichte des Δt“ widmet er sich der Mediengeschichte der Operationalisierung von Signallaufzeit aus medienarchäologischer Perspektive. Er studierte zwischen 2009 und 2015 Musik-, Medien- und Geschichtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort war er mehrjährig als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte sowie am Lehrstuhl für Medientheorien tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen:

  • Epistemologie der Verzögerung
  • Operationalisierung des Sonischen
  • Datenvisualisierung
  • Medientheorie der Stimme
  • Medienarchäologie des Echos
  • Medien des Okkulten – Das Okkulte der Medien

Veröffentlichungen

„The sound of science. Hearing research in Ernst Karel’s ‘Heard Laboratories’“. Sound Studies. An Interdisciplinary Journal Volume 3 Issue 1 (2017), p. 85-87.

„(TO) PING. Vom operationalisierten Hören zur ambivalenten Soundästhetik“. Blatt 3000 Nr. 8 (2017), S. 21-26.

„Experimentelle Praktiken. Apparative Radioexperimente in der Weimarer Republik“. Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften Jg. 17, H. 1 (2017), S. 117-134.

„(un)erhörte Stimmen – Affekte und Effekte einer genuinen Medien-Sprech-Kunst“. In: Kati Hannken-Illjes, Katja Franz, Eva-Maria Gauß, Friederike Könitz und Silke Marx (Hrsg.): Stimme–Medien–Sprechkunst = Reihe „Sprache und Sprechen“ Band 49 (Baltmannsweiler: Schneider, 2017), S. 86-97.

„Siren Songs and Echo’s Response: Towards a Media Theory of the Voice in the Light of Speech Synthesis“. On_Culture: The Open Journal for the Study of Culture 2 (2016). [peer reviewed] [Volltext: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12354]

„Game of Memories. Zeitschichten eines zellulären Automaten“. In: Stefan Höltgen und Jan Claas van Treeck (Hrsg.): Time to Play. Zeit und Computerspiel (Glückstadt: Werner Hülsbusch, 2016), S. 70-94. [zusammen mit Thomas Nückel]

Vorträge (Auswahl)

„Speichern als Übertragen – Übertragen als Speichern. Die Verschränkung zweier basaler Medienfunktionen“. Jahrestagung des VDI Technikausschusses „Speichern. Zur Geschichte einer Grundfunktion der Technik“. Technische Hochschule Georg Agricola, Bochum. 16.02.2018.

„»It is just long enough to be sung into one sheet of tin-foil and is admirably reproduced.« Die Geburt der Medienmusik aus der Materialität eines Musikmediums“. Tagung „Medienmusik: (Re)Produzieren, Gestalten, Spielen, Interagieren … mit Musikmedien“. Institut für Musik und Medienwissenschaft / Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur. Universität Hildesheim. 09.02.2018.

„Die ‚medienanthropologische Verschlossenheit‘ der technischen Objekte“. Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft „Zugänge“. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 06.10.2017.

„Mister Phonograph. Echos Re-Inkarnation als Mann“. Arbeitstagung „Das Geschlecht musikalischer Dinge“. Hochschule für Musik, Detmold. 23.06.2017.

„Times of the In-Between. The Epistemic Background of Locative Media.“ International Interdisciplinary Conference „Geomedia 2017. Places of the In-Between.“ Karlstad University (Sweden). 12.05.2017.

„‚Zum Raum wird hier die Zeit‘. Zur Operationalisierung des Sonischen.“ 4. Jahrestagung der AG Auditive Medien und Sound Studies. Eberhard Karls Universität Tübingen. 20.01.2017.

„Medio Tempore. Zur temporalen Verfasstheit des Kanals“. Ringvorlesung „Locating Media: The Space is the Place is the Space“. Universität Siegen. 29.11.2016.

„Scheinbare Evidenz. Das vage Bildwissen sonischer Ortungstechnologien, 1916/2016“. INSISTKonferenz „Schafft Wissen. Gemeinsames und geteiltes Wissen in Wissenschaft und Technik“. Munich Center for Technology in Society (MCTS), Technische Universität München. 08.10.2016.

„Sprachspiele|Stimmsynthesen. Zur nachrichtentechnischen Genese des auditiven Pendants von ELIZA“. Tagung „’Hello, I’m ELIZA.‘ Zum 50. Geburtstag eines Chatbots“. Vintage Computing Festival Berlin (VCFB). 02.10.2016.

„Aktive Nicht-Teilhabe. Miszelle zum Thema Countermeasures, 1791|1943|1993“. Sommerakademie „Situationen der Teilhabe“ der Graduiertenkollegs „Locating Media“ (Siegen), „Lose Verbindungen“ (Hamburg) und der Forschergruppe „Mediale Teilhabe“ (Konstanz). Universität Konstanz. 12.09.2016.

„From Material to Sonic Soundings. Alexander Behm and the Temporalization of the Submarine Space in the Early 20th Century“. Institute of Experimental Design and Media Cultures, University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, Basel. Exploratory Workshop „Sounding Out the Anthropocene. Investigating Sonic Media Ecologies“. 11.03.2016.

„Emulation – Simulation – Computation. Sprachsynthese von Empirie zu Theorie“. Humboldt-Universität zu Berlin. Game Circuits #14 „Sprach(-)Spiele“. Signallabor des Medienwissenschaftlichen Seminars. 15.01.2016.

„Auf der Suche nach der berechneten Zeit. Zeitschichten eines Zellulären Automaten“. Humboldt-Universität zu Berlin. Tagung „Time After Time. Zeit/Ge/Schichten des Computers“. 03.10.2015. [zusammen mit Thomas Nückel]

„Be-Stimmungen. Medienarchäologie und Ästhetik der Sprachsynthese“. Philipps-Universität Marburg/Lahn, AG Sprechwissenschaft. DGSS-Tagung „Stimme – Medien – Sprechkunst“. 01.10.2015

„Sirenic Irritations. Artificial Voices from Disembodied to De-Personalized“. Hebrew University of Jerusalem (Isreal), Department of Communication & Journalism. Conference „Archiving Presence. From Analog to Digital“. 30.04.2015

„Operative Echos. Zur (trans)sonischen Bestimmung von Räumen und Objekten“. Humboldt-Universität zu Berlin. Medienwissenschaftliches Kolloquium „Medien, die wir meinen“. 29.10.2014.

Kontakt

christoph.borbach@uni-siegen.de

Christoph Borbach