Anna Schürmer

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Anna Schürmer ist Kulturwissenschaftlerin und Musikjournalistin mit besonderem Fokus auf Neue und elektronische Musik und Soundexperimente. Nach einem DFG-Stipendium am Graduiertenkolleg »Transnationale Medienereignisse« (Gießen), war sie von 2014-2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der ERC-Forschergruppe »The Principle of Disruption« (Dresden) beschäftigt. Hier widmete sie sich insbesondere den sozio-ästhetischen Störpotentialen des Akustischen – wie den »Klingenden Eklats« (Transcript 2017) ihrer Dissertation – sowie medienästhetischen Kategorien wie Interferenzen oder dem ›Rausch(en)‹. In ihrem aktuellen Projekt lauscht sie den »Posthumanen Sinfonien« des 21. Jahrhunderts und fahndet nach der hybriden Epochenästhetik des digitalen Zeitalters. Neben der Lehre und Forschung hält sie Soundlectures auf Festivals, schreibt für verschiedene Kulturinstitutionen und publiziert regelmäßig Kritiken, Features und Essays in diversen Print- und Funkmedien.

Weitere Informationen und Kontakt unter: www.interpolationen.de

Kurzbio

  • Seit 10/2017: Gemeinsam mit Ania Mauruschat Sprecherin der AG Auditive Kultur und Sound Studies.
  • 6/2014-12/2017: Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Lars Koch beim ERC-Starting-Grant principleofdisruption.eu am Lehrstuhl für Medien- und Literaturwissenschaften der TU Dresden
  • 2011-2014: DFG-Stipendium am Graduiertenkolleg Transnationale Medienereignisse an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • seit 2008: freie Musikjournalistin bei diversen Print- und Funkmedien (Rezensionen, Features, Essays, Programmhefte, Moderationen etc.)
  • 2008-2011: Kulturmanagerin verschiedener Institutionen, u.a.: Deutscher Komponistenverband, Landesjugendorchester Thüringen und Nordrhein-Westfalen, via nova e.V.
  • 2001-2007: Magisterstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin

Forschungsgebiete

Auditive Kulturen und Sound Studies, (Neue) Musik und Avantgarden (Dada, Fluxus, Aktionismus, Konzeptualismus, Serialismus…), Ästhetische Skandale, und Klingende Eklats, Ereignistheorie, Akustische Störungen (Noise/Rauschen, Interferenzen, Interplationen), Post- und Transhumanismus, Ostdeutsche Musik, Musik und Gender

Publikationen (Auswahl)

Monographie: Klingende Eklats. Skandal und Neue Musik (Bielefeld: Transcript 2018)

Sammelband/Herausgeberschaft: Gesetze der Kunst. Regeln, Recht und Ritual (Berlin: LIT Verlag 2018)

Aufsätze:

  • INTERFERENCES. Critical Perspectives on Early Loudspeaker Music, in Lars Koch / Tobias Nanz / Johannes Pause (Hg.): »Disruption in the Arts«, Berlin: De Gruyter, Berlin 2018 [=Culture & Conflict, Bd. 11] (peer review)
  • KLINGENDER KLASSENKAMPF, ÄSTHETISCHER AKTIONISMUS, KOMPONIERENDE KOMPONISTEN: Zum ›Querstand‹ von Kunst und Politik im langen Jahr 1968, in: Neue Musikzeitung (2/2018)
  • ›TOPLESS CELLIST‹. People & C. v. Charlotte Moorman, in Sandra Frimmel / Sylvia Sasse (Hg.): »Kunst vor Gericht. Ästhetische Debatten im Gerichtssaal«, Berlin: Matthes & Seitz 2018
  • »WELTPOLITIK LÄSST WERKE REAGIEREN«: Karlheinz Stockhausens HYMNEN – ein globaler Entwurf, in: Neue Zeitschrift für Musik (5/2017).
  • DIE TRANSATLANTISCHE NEUVERMESSUNG DER KLINGENDEN WELT John Cage und seine eklatanten Aufenthalte im Black Mountain College, in: Neue Musikzeitung (3/2017).
  • IN DEN GRENZBEREICHEN ENTSTEHT Ü-MUSIK. Ein Gedankenmodell zur Überwindung einer belastenden Sezession, in: Neue Musikzeitung (12/2016-1/2017)
  • KLINGENDE SKANDALE UND MUSIKALISCHER KLASSENKAMPF: Luigi Nonos ›Intoleranza‹ und Hans Werner Henzes ›Floß der Medusa‹, in Christian Storch/Birgit Wertenson (Hg.): Luigi Nono und der Osten (Musik im Metrum der Macht, Band 6), Mainz: Are Musik Verlag 2016
  • UNTOTER IRRSINN: Seit hundert Jahren geistert Dada durch die Kunstwelt, in: Neue Musikzeitung (3/2016)
  • ELEKTRONISCHE EKLATANZ. Zwischen Anti- und Hyper-Performanz, in Wolf-Dieter Ernst / Anno Mungen / Nora Niethammer / Berenika Szymanski-Düll (Hg.): Sound und Performance. Positionen – Methoden – Analysen, Würzburg: Königshausen & Neumann 2015 [= Thurnauer Schriften zum Musiktheater, Bd. 27], S. 191-205.
  • ELEKTROAKUSTISCHE MUSIK UNTER HAMMER UND SICHEL. (Musik-)Historische Reflexionen zu Lothar Voigtländers »Maikäfer flieg«, in Albrecht von Massow/Thomas Grysko/Josephine Prkno (Hg.): Ein Prisma ostdeutscher Musik. Der Komponist Lothar Voigtländer (KlangZeiten – Musik, Politik und Gesellschaft, Band 13), Wien/Köln/Weimar: Böhlau-Verlag 2015.
  • ELEKTRONISCHE MUSIK – EIN MISSBRAUCH VON HEERESGERÄT?, in: Neue Musikzeitung (11/2014).
  • KLINGENDE SKANDALE – LAUTE(R) EMOTIONEN?, in Iris Cseke/Sebastian Jung/Lars Krautschik/Georg Schneider/Johanna Zorn (Hg.): Produktion, Affektion, Rezeption, Berlin: Epubli 2014, S. 113-134.
  • DER SKANDAL ALS KREATIVER STÖRFALL IM SPERRBEZIRK. Von der produktiven Eklatanz der Neuen Musik 1913 | 2013, in: Neue Musikzeitung (7/2013).
  • „…ES WÄRE EIN AKT DER NÄCHSTENLIEBE, SIE ZU ZERSCHMEIßEN…“. John Cage und technische Medien: Random zwischen Differenz und Wiederholung, in: kunsttexte.de (4/2012): „John Cage und technische Medien“.