CFP: 5. Collegium Musicum Populare, 15./16.05.2020, HU Berlin

5. IASPM D-A-CH Collegium Musicum Populare (CMP) | Popular Music Studies & Pleasure | 15./16.05.2020, Humboldt Universität zu Berlin

Deadline: 13.03.2020

Das CMP ist ein Workshop des deutschsprachigen Zweiges der International Association for the Study of Popular Music (IASPM D-A-CH), der den fachlichen und persönlichen Austausch zwischen Studierenden, Absolvent*innen und Professor*innen im Forschungsfeld Popular Music Studies fördert.

In seiner jungen Geschichte hat sich das CMP zu einer Zusammenkunft von Forscher*innen aller Karrierephasen und Perspektiven entwickelt. Hier tauschen wir uns zu laufenden Projekten aus – seien es Abschlussarbeit, Dissertation, Habilitationsvorhaben oder Forschungsprojekt. Inter-generational, inter-disziplinär und multi-perspektivisch. Präsentierende sind eingeladen, vor allem Work in Progress im Rahmen eines ergebnisoffenen Symposiums vorzustellen. Alle profitieren durch Anregungen von allen.

Impressionen der vergangen Jahre finden sich hier. Weitere Informationen zur IASPM D-A-CH auf dieser Website.

IASPM D-A-CH, Martin Ringsmut und Stefanie Alisch laden ein zum mittlerweile fünften CMP an den Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der Populären Musik der HU Berlin. Hier diskutieren wir aktuelle Forschungsprojekte im weiteren Rahmen von Popular Music Studies & Pleasure.

In den vergangenen Jahrzehnten fokussierten die Popular Music Studies auf die sozialen Funktionen, politischen Positionen und widerständigen Effekte populärer Musik. Etwas aus dem Blickfeld geraten ist dabei eine der wichtigsten Motivationen, warum Menschen Populäre Musik praktizieren und rezipieren: Genuss, Spaß, Vergnügen, Begehren, intensive Erfahrungen.

Beiträge, die Pleasure im Zusammenhang mit Popular Music Studies behandeln, könnten folgende Ausgangspunkte nehmen:

  • spezifische Konzepte und Codierungen von Pleasure, Genuss und intensiver Erfahrung im Zusammenhang mit Populärer Musik (u.a. Vibes, Groove, Kick-Ass, Carga)
  • wissenschaftliche Methoden, die Vergnügen verbalisieren, messen und analysieren
  • kulturtheoretische Einordnungen von Spaß, Genuss, Vergnügen und Begehren bezogen auf Populäre Musik
  • soziale Voraussetzungen von Vergnügen (u.a. Freizeit, finanzieller Spielraum, Zugang zu Räumen, Medien und anderen Ressourcen)
  • klangliche Affordanzen und Pleasure
  • visueller und inkorporierterter Genuss im Zusammenhang mit Tanz und anderen Körperpraktiken Populärer Musik
  • Blickregime Populärer Musik: visueller Genuss und Begehren im Zusammenspiel mit Race, Class, Gender
  • Konventionen, Grenzen und Zensur von Pleasure mit Populärer Musik
  • Guilty Pleasures: negative Konsequenzen des Genusses Populärer Musik (u.a. auf Körper oder Umwelt) und schambesetztes Vergnügen
  • Wechselspiel zwischen individuellem und kollektivem Vergnügen
  • Rituale der Euphorie in Populärer Musik
  • Medien des Vergnügens
  • Popmusik, Vergnügen und Alltag
  • interdependente Dynamiken zwischen Genuss, Popmusik- und politischen Akteur*innen
  • Vorwurf der Entpolitisierung von Populärer Musik durch Spaß und Genuss
  • Popmusik-Genuss als Ausgangspunkt, Motor oder Resultat politischen Engagements

Diese Ansatzpunkte mögen als Motivation dazu dienen, ein eigenes Projekt im weiteren Rahmen von Popular Music Studies & Pleasure zu reflektieren. Über das Themenfeld hinausgehende Vorschläge sind ebenso herzlich willkommen.

Am Freitag (15.05.2020) und Samstag (16.05.2020) treffen wir uns tagsüber zu Präsentationen. Wir wollen Schwarm-Intelligenz, Teamarbeit und Netzwerke mobilisieren und uns kollektiv an der Grenze zum Nichtwissen abarbeiten. Damit das CMP 2020 als Katalysator für laufende Projekte wirken kann, geben wir Raum für einstündige Sitzungen bestehend aus 30 Minuten Präsentation und 30 Minuten Feedback-Runde.

Am Freitagabend tauschen wir uns zudem in einem offenen Format aus zum Thema Karriere mit Popular Music (Studies). Wie sieht das Tagesgeschäft aus an der Universität und anderswo? Was ist daran beflügelnd und was hemmend? Welche Wege sind neben und nach dem Studium oder der Promotion möglich? Fragen können gerne vorab zur Vorbereitung der Diskussion geschickt werden.

Am Samstag schließen wir das CMP 2020 mit einem Runden Tisch aller Beteiligten. Hier wollen wir die Erkenntnisse der Präsentationen und Diskussionen kondensieren, zuspitzen und reflektieren.

Wir freuen uns auf Vorschläge für 30-minütige Beiträge mit folgenden Angaben:

  • Titel
  • 250 Wörter umfassendes Abstract
  • fünf Stichworte, die den geplanten Beitrag inhaltlich konkretisieren
  • sowie in einer separaten Datei: Name, ggfs. akademische Anbindung, Kontaktinformationen und Kurzbiographie (2-3 Sätze).

Das 5. CMP wird am 15. und 16. Mai 2020 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfinden. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer*innen jedoch beschränkt. Die Auswahl der Beiträge erfolgt anonym. Wir fördern in begrenztem Rahmen Reisekosten für Studierende. Die Mitgliedschaft bei IASPM D-A-CH ist nicht zwingend notwendig.

Die Vorschläge erreichen bitte bis zum 13. März 2020 per E-Mail stefanie.alisch @ hu-berlin.de. Über die Annahme der Vorschläge werden die Bewerber*innen im März 2020 informiert.

In Vorfreude auf den Austausch mit Ihnen und Euch verbleiben

Mit herzlichen Grüßen,

Für den Vorstand von IASPM D-A-CH
Martin Ringsmut (Universität zu Köln) & Stefanie Alisch (Humboldt Universität zu Berlin)

Quelle: https://www.iaspm-dach.net/blog/2020/2/10/cfp-5-iaspm-d-a-ch-collegium-musicum-populare-cmp